Alte Sünden - neue Lösungen

   
 

Als die 1899 gegründete United Fruit Company
in Costa Rica die Bananenproduktion monopolisierte, wurden enorme Flächen Urwald gerodet und kleine Bauern enteignet. Diese durften dann unter üblen Bedingungen in den Plantagen arbeiten.

Durch den Einsatz von chem. Giften wurden
seinerzeit die Arbeiter wie auch die Natur
regelrecht umgebracht.

Immerhin konnte sich die Regierung recht bald gegen den Wahnsinn wehren indem sie die Bananenmafia zu  Ausgleichzahlungen aus den Gewinnen der Company zwang.
Dies hatte zur Folge, das sich die Company
etwas aus Costa Rica zurückzog und sich auf
die umliegenden Länder konzentrierte.
 

Heute wird grösstenteils die Bananenproduktion im ökologisch vertretbarem Rahmen durchgeführt und kontrolliert. Max Havelaar und andere Umweltschutzverbände engagieren sich in diesem Sektor.
 
Vielfach werden als Ausgleich zu den Plantagen neue Naturschutzgebiete erschlossen.

 

 

In den 50er Jahren entdeckten die Costaricaner den Fleischmarkt, was wiederum zu einer beispiellosen Abholzung der Wälder führte, grosse Weiden waren diesmal gefragt....

Schon nach einigen Jahren sind die Preise auf dem Fleischmarkt eingebrochen und der Boom war zu Ende. Was blieb, waren riesige unbewirtschaftete Farmen, Erosion und Arbeitslosigkeit.

Seit einiger Zeit werden diese Farmen nun wieder aufgeforstet. Mit Hilfe von staatlichen Beiträgen und privatem Engagement entstehen neue Wälder und somit auch neue Arbeitsplätze.

Durch Anbau von Tropenhölzern wie z.B. Teak wird der grosse Bedarf  danach etwas befriedigt und die illegale Fällung gebremst.

Harte Gesetzte wurden zum Schutz der Wälder erlassen, so z.B. dürfen keinerlei Bäume innert einer 50m Zone eines Flusses gefällt werden, selbst wenn sie abgestorben sind.